UNSERE KIRCHENGEMEINDEN

KIRCHSPIEL DÖSCHNITZ

Döschnitz, Meura, Sitzendorf, Unterweißbach

und Schwarzburg

D Ö S C H N I T Z
 
Kirche Döschnitz
Eingang Döschnitz
Kirchenschiff Döschnitz
Orgel Döschnitz
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BAROCKKIRCHE DÖSCHNITZ

Herzlich willkommen im Döschnitzer Gotteshaus! 

Diese Kirche wurde 1732 im Stil des Barock an Stelle einer älteren erbaut.

Mit Unterstützung vieler Gemeindeglieder erstand der Bau unter Leitung des Pfarrers und Magisters Scharff.

Decke, Emporen, Altarkanzel und Taufstein sind Stiftungen einzelner Familien.

WAGNER-ORGEL

Die Orgel wurde 1751 für etwa 900 Taler von den Gebrüdern Wagner aus Schmiedefeld gefertigt.

1959 wurden alle sichtbaren Pfeifen neu hergestellt, da die alten im Krieg enteignet worden waren.

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opus 1 der Gebrüder Johann Michael und Johannes Wagner, Schmiedefeld bei Suhl 1751

OBERWERK

Hohlflöte 8'

Flöte dulce 4'

Waldflöte 2'

Äoline 8'

Quintation 8'

Lieblich Gedackt 8'

Mixtur 3fach

HAUPTWERK

Quintation 16'

Grob Gedackt 8'

Doppelflöte 4'

Geigenprincipal 8'

Salicional 8'

Gambe 8'

Octave 4'

Octave 2'

Mixtur 5fach

PEDAL

Violonbaß 16'

Subbaß 16'

Octavbaß 8'

Principalbaß 8'

Flötenbaß 4'

kirchenschiff doeschnitz-1100.jpg

KIRCHENSCHIFF

Der Altar, und die Kanzel, wie auch die Bausteine des ganzen Hauses sind aus Döschnitzer Marmor.

Der Bruch liegt oberhalb des Friedhofs. 

An der Rückseite des Altars sind Reliefplatten und eine Sakramentsnische aus der früheren Kirche angebracht.

Links und rechts hinter der Kanzel hängen hölzerne Gedenktafeln für Pfarrer Wintzer (gest. 1751) und seinen Sohn, Dr. phil. et med. Wintzer (gest. 1751). 

Das linke Gemälde zeigt Pfarrer Lunderstedt (gest. 1780), das rechte Pfarrer Scherr (gest. 1800).

WANDTEPPICH

Auf dem Wandteppich – derzeit ausgelagert – ist Christus als der gute Hirte der Gemeinde dargestellt.

Im Turm, der 1965 neu gedeckt wurde, befinden sich drei Stahlglocken für die im Weltkrieg fortgenommenen Bronzeglocken.

 

Kirchweihtermin: 24. Juli 1770

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GEMEINDEKIRCHENRAT

DÖSCHNITZ

  • Dagmar Schmidt

  • Helmut Tröbs

  • Steffi Vielmuth

       (stellv. Vors., Baubeauftr.)

  • Rolf Zerrenner

       (Friedhofsbeauftragter,

       2. Stellv. Kreissynode)

  • Carola Stauche (Rohrbach)

  • Pfarrer Gerd Fröbel

       (Vorsitzender)

  • Pastorin Esther Fröbel

       (beratendes Mitglied)

BANKVERBINDUNG

Kirchengemeinde

Döschnitz

 

IBAN DE35 8309

4454 0300 6001 15

BIC GENODEF1RUJ

BANKVERBINDUNG FRIEDHOF

Friedhofskasse 

Döschnitz

 

IBAN DE16 8305

0303 0000 0736 10

BIC HELADEF1SAR

M E U R A
 
Kirche Meura
Eingang Meura
Kirchenschiff Meura
Orgel Meura
Kirche Meura

BAROCKKIRCHE MEURA

Eine besondere Sehenswürdigkeit des Dorfes ist die Kirche.

Sie beeinflusst entscheidend das eindrucksvolle Ortsbild, welches sich dem Wanderer aus verschiedenen Blickwinkeln präsentiert und nicht zuletzt auch durch die umliegenden Wälder geprägt wird.

Die feierliche Grundsteinlegung zum Bau der Kirche fand am 12. April 1728 statt und leitete die Errichtung eines neuen, lichtvollen Gotteshauses ein.

Die Bauzeichnung war vom Landrevisor Joh. Michael König aus Rudolstadt erstellt worden.

KIRCHENSCHIFF

Bereits am 05. September 1728 konnte im Kirchenschiff die erste Predigt gehalten werden.

Im Jahr 1731 wurde der Bau vollendet und am 30. Juli erfolgte die feierliche Kirchweih.

Ein derartiges Ereignis zog nicht nur die Ortsansässigen in seinen Bann, sondern auch ebenfalls viele Anwohner umliegender Gemeinden.

Der im Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt hochgeschätzte Hofmaler Andreas Zwäde aus Rudolstadt und der Bildhauer Jeremias Daniel aus Leutenberg gestalteten das Innere der Kirche im Stil des „Bauernbarock“.

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Decke Meura.jpeg

HOLZTONNENGEWÖLBE

Im Gegensatz zu anderen Gotteshäusern sind hier noch die originalen Deckenmalereien zu sehen, da bisher keine Renovierungen durchgeführt werden mussten.

Ansässige Medizinal- und Olitätenhändler stellten bedeutende finanzielle Mittel zur Errichtung und zur künstlerischen Ausgestaltung bereit.

Diese Gewerbe waren in der Region sehr verbreitet und erreichten während des Meuraer Kirchenbaus ihre Blütezeit.

„Vor der Erbauung der gegenwärtigen Kirche stand schon ein Gotteshaus da, welches aber alt, eng und finster war. Ein neueres, bequemeres und lichtvolles zu besitzen, war der allgemeine Wunsch der damaligen Ortsbewohner, welcher sich auch bald verwirklichte.“ J. G. Elsaeßer, Pfarrer

Am 12. April 1728 wurde der Grundstein für die neue Kirche feierlich gelegt.

Schon am 05. September des gleichen Jahres begab man sich in die Mauern, die nun das Gotteshaus umfassten, wo eine Predigt gehalten wurde.

Im Jahre 1731 fand der Kirchenbau seine Vollendung.

Die Einweihung wurde am Montag, den 30. Juli, mit einem feierlichen Gottesdienst, dem ein Umzug mit geladenen und ungeladenen Gästen voraus ging, vollzogen.

Die Gesamtkosten des Kirchenbaus betrugen 2.627 Taler, 6 Groschen und 1 Pfennig. Sie wurden ausnahmslos von der Meuraer Gemeinde bestritten.

Im Jahre 1746 wurde die Orgel neu aufgestellt. Die Kosten übernahmen die hiesigen Laboranten Johann Michael und Heinrich Jahn.

 

„Es fanden sich auch viele willige Helfer Herzen, die aus ihren Mitteln bey der Kirche Gutes thäten, alß einige ließen die Fenster an den Stühlen vom Altar machen, andere kauften die rothen feinen Vorhänge an Altar und Canzel, ein anderer kaufte das Taufbecken; die jungen Leute legten zusammen und ließen einen schönen Priesterrock und Chorhemd machen.“

Andreas Nicolaus Francke, Leutenberg 1733

Reinigung und Reparatur durch Rösel&Hercher, Saalfeld 1992

Hohlflöte 8'

Lieblich Gedackt 8'

Bordun 8'

Waldflöte 2'

Mixtur 2' 4fach

Salicional 8'

Flautedolce 4'

Quinte 4'

Octave 2'

Violonbass 16'

Octavbass 8'

Principal 4'

Lieblich Gedackt 8'

Gemshorn 4'

Mixtur 4fach

Subbass 16'

Gemshorn 8'

Principal 8'

Rohrflöte 4'

Octave 2'

Choralbass 4'

Zwei Manuale, ein Pedal, Calcantglocke, Manualkoppel, Pedalkoppel und Sperrventil

FRANCKE-ORGEL

Beachtliche Stiftungen durch Angehörige dieses Erwerbszweiges ermöglichten zusätzliche Anschaffungen sakraler Gegenstände für das Gotteshaus.

Am 12. Mai 1833 erhielt die große Glocke beim Läuten einen Riss und musste deshalb umgegossen werden.

Im Frühjahr 1993 wurde eine umfassende Restaurierung der wertvollen Orgel vorgenommen.

Man nimmt an, dass der Orgelbaumeister Kummer 

aus Erlau in Thüringen das Instrument geschaffen hat.

Er reparierte die Orgel im Jahr 1766, nachdem sie durch Blitzschlag stark beschädigt worden war.

Kirchweihtermin: 30. Juli 1731

Orgel Meura

GEMEINDEKIRCHENRAT

MEURA

  • Dieter Hofmann

       (Vorsitzender, Kirchrechnungsführer D, M,        S, Friedhofsbeauftragter)

  • Dieter Knüpfer

  • Detlev Schloßer

  • Waldtraut Skodowski

       (Küsterin M)

  • Lutz Unger 

  • Pfarrer Gerd Fröbel

       (stellvertr. Vorsitzender)

  • Pastorin Esther Fröbel

       (beratendes Mitglied)

BANKVERBINDUNG

Kirchengemeinde Meura

 

IBAN DE18 8309 4454 0024 8008 06

BIC GENODEF1RUJ

S I T Z E N D O R F
 
Bergkirche Sitzendorf
Eingang Bergkirche Sitzendorf
Kirchenschiff Bergkirche Sitzendorf
Orgel Bergkirche Sitzendorf
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BERGKIRCHE SITZENDORF

Bedeutung der Altargegenstände und ihre Verwendung in der Bergkirche Sitzendorf - angefertigt von Helmut Griese ✞ , Erfurt im Jahr 1979

Der Osterleuchter: Er wird in der Zeit von Palmarum bis Pfingsten vor dem Altar aufgestellt und angezündet. Zu Taufen, Hochzeiten, Trauerfeiern u.a. kann er auch Verwendung finden. Die vier blauen Steine am Leuchter bestehen aus vier synthetischen Spinalen. Sie stellen die vier Evangelisten - Matthäus, Markus, Lukas und Johannes - dar.

Der Altar: Die Tischplatte ist aus Eichenholz gefertigt zur Darstellung des "Ewig-Lebendigen". Die zwölf Füße - vier breite und acht schmale - bilden zusammen mit dem Altarkreuz, den zwei Altarleuchtern und dem Osterleuchter die Abendmahlsgemeinschaft. Die zwölf synthetischen Spinelle der beiden Altarleuchter symbolisieren die zwölf Apostel.

ALTARKREUZ SITZENDORF

Das Altarkreuz (Pantokrator): Es ist aus Holz gefertigt und mit Kupfer beschlagen. Zu Palmarum oder am Karfreitag wird es gedreht und bleibt so bis Ostern stehen. Der Bergkristall an der Rückseite stellt die Klarheit des Heilgen Geistes dar. Der Christus besteht aus getriebenem Silber. Die Erdkugel in seiner linken Hand - als Herrscher über das Weltall - ist ein Halbedelstein, ein Jaspis. Der Regenbogen zu Füßen Jesu Christi gilt als Zeichen des Alten und Neuen Bundes zwischen Gott und den Menschen. Die zwölf Glassteine an jedem Ende des Kreuzes symbolisieren ebenfalls die zwölf Apostel. Die drei Säulen, auf denen das Kreuz ruht, verkörpern die Dreieinigkeit - Trinität - Gottes: Gott-Vater, Gott-Sohn und Gott-Heiliger Geist.

Kirchweihtermin: 25. September 1932

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Orgel Bergkirche Sitzendorf.jpg

Principal 4'

Kleingedackt 4'

Scharff 3fach 1'

Subbaß 16'

Rohrflöte 8'

Schwiegel 2'

Pommer 4'

Ein Manual, ein Pedal, Schweller und Pedalkoppel

Böhm-Orgel, Gotha 1975

GEMEINDEKIRCHENRAT

SITZENDORF

  • Annett Frosch

  • Gisela Gedeon

       (stellv. Vorsitzende)

  • Claudia Geske

  • Roland Göritzer

       (Küster S)

  • Mandy Nastase

       (Vorsitzende)

  • Lorenzo Nastase

       (Jugendvertreter)

  • Peggy Schultz

  • Pfarrer Gerd Fröbel

       (Geschäftsführer)

  • Pastorin Esther Fröbel

       (beratendes Mitglied)

BANKVERBINDUNG

Kirchengemeinde Sitzendorf

 

IBAN DE21 8305 0303 0000 5703 54


BIC HELADEF1SAR

U N T E R W E I S S B A C H
 
Kirche Unterweißbach
Eingang Kirche Unterweiߟbach
Kirchenschiff Unterweißbach
Orgelpositiv Unterweißbach
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KIRCHE UNTERWEISSBACH

Über den Bau der Unterweißbacher Kirche ist in den Chroniken der Kirchengemeinde nur sehr wenig zu finden.

Auf der Wetterfahne des Türmchens steht die Jahreszahl 1845.

In diesem Jahr wurde laut Chronik die Turmbekrönung erneuert.

Vermutlich ist das Gebäude wesentlich älter und wurde seit dem Kirchenbau in Oberweißbach – nachdem sich die Kirchengemeinde wegen der zu hohen Baukosten vom Kirchspiel Oberweißbach getrennt hatte – als Gotteshaus genutzt.

MONDSICHEL-MARIA

Die kleine Kirche vereint seit ihrem kompletten Umbau in den Jahren 1978/79 alte und neue sakrale Kunst.

Bemerkenswert ist der Schnitzaltar vom Riemenschneider-Schüler Hans Gottwald, der vor 1510 angefertigt und Anfang der 1980er Jahre restauriert wurde.

In der Mitte des Flügelaltars befindet sich Maria, das Jesus-Kind, welches einen Apfel hält, auf dem rechten Arm tragend, auf der Mondsichel und unter einer Krone stehend, welche ihr zu Häupten zwei Engel tragen.

Zu ihrer Linken befindet sich Bischof Nikolaus mit zwei Goldklumpen, zu ihrer Rechten der Diakon Laurentius.

Auf dem linken Flügel ist ein Abt dargestellt, auf dem rechten Flügel der heilige Martin mit Schwert.

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ALTAR UNTERWEISSBACH

Auf der Altar-Außenseite befinden sich Tafelmalereien.

Altarkreuz, Lespult, Leuchter und Kreuz wurden vom Erfurter Metallgestalter und Künstler Helmut Griese ✞ 

angfertigt.

Bei der Verarbeitung der Metalle hat sich der Künstler von folgender Meditation leiten lassen:

Kupfer – Farbe rot – steht für Christus; 

Gold – Farbe gelb – steht für Gott-Vater; 

Silber – Farbe weiß – steht für den Heiligen Geist.

Eine detaillierte Beschreibung und Deutung der Kunstgegenstände befindet sich in der Kirche, die aufgrund des notwendigen Schutzes für den Schnitzaltar durch eine Alarmanlage gesichert ist und auf Anfrage geöffnet werden kann.

Kirchweihtermin: letztes Augustwochenende

GEMEINDEKIRCHENRAT

UNTERWEISSBACH

  • Kerstin Frank

  • Annette Girbardt

       (stellv. Vorsitzende,

       Kirchrechnungsführerin U,

       1. Stellv. Kreissynode)

  • Katharina Haak

  • Isabel Peschel

  • Ingrid Rudolph

       (Vorsitzende)

  • Pfarrer Gerd Fröbel

       (Geschäftsführer)

  • Pastorin Esther Fröbel

       (beratendes Mitglied)

BANKVERBINDUNG

Kirchengemeinde Unterweißbach

 

IBAN DE10 8305 0303 0000 3102 04


BIC HELADEF1SAR

ORGEL

UNTERWEISSBACH

 

Orgelbau Schönefeld, Stadtilm 1987

erbaut von Andreas Rösel als Meisterwerk

 

Disposition:

Oktävlein 1'

Principal 2'

Rohrflöte 4'

Holzgedackt 8'

S C H W A R Z B U R G
 
Orgel Talkirche Schwarzburg
Kirchenschiff Talkirche Schwarzburg
Eingang Talkirche Schwarzburg
Talkirche Schwarzburg
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TALKIRCHE SCHWARZBURG

Geschichte

 

In Schwarzburg standen einst zwei Kirchen, die über Jahrhunderte das geistliche Leben im Ort bestimmten. Zu einem sehr frühen Zeitpunkt - um 1100 - wird im Schwarzatal eine kleine Kapelle erwähnt, die der heiligen Margarethe - einer Märtyrerin aus Antiochia, geb. 307 - geweiht war.

 

Kapelle

 

Im Jahr 1572 wurde die Kapelle neu erbaut und der Heiligen Dreifaltigkeit - Gott-Vater - Sohn und Heiliger Geist - gewidmet.

1712 wurde die Kapelle ausgebessert und später wegen Baufälligkeit nur noch zu Begräbnisfeiern genutzt.

 

Schlosskirche

 

1713 ließ Fürst Ludwig Friedrich von Schwarzburg im Schlossbereich eine Schlosskirche bauen, die dem Fürstenhaus und den Gemeindegliedern von Schwarzburg zur geistlichen Heimat werden sollte.

Beim Schlossbrand 1726 brannte auch die Schlosskirche ab und wurde nach dem Neubau 1738 wieder eingeweiht. In der Zwischenzeit diente das Untergeschoss des Kaisersaales als Interimskirche.

Von 1738 an war die Schlosskirche das geistliche Zentrum von Schwarzburg. Ein Schlossprediger - der in Unterweißbach wohnte - versorgte Schwarzburg und das Schloss.

 

Von Allendorf nach Unterweißbach

 

1710 war Schwarzburg von der Muttergemeinde Allendorf abgetrennt worden und bildete von da ab bis 1935 eine Einheit mit Unterweißbach. Dem Schlossprediger stand in im Schwarzburger Schloss ein Zimmer zur Verfügung.

NEUBAU DER TALKIRCHE

 

Die Talkirche Schwarzburg verfiel im Laufe der Zeit immer mehr. Schlossprediger Kabis  und der damalige Lehrer und Kantor Magnus Voigt - 1931 Ehrenbürger von Schwarzburg - wiesen immer wieder in Gemeindeversammlungen, vor dem Fürstenhaus und in ihrer beruflichen Tätigkeit auf die Notwendigkeit einer intakten Kirche im Tal Schwarzburg hin. Beide haben sich mit großem Engagement für den Neubau der Talkirche eingesetzt.

 

Dabei waren große Schwierigkeiten zu überwinden. Die größte war die Mittellosigkeit der Kirchengemeinde. Kantor Voigt  beschreibt in seinen Aufzeichnungen die alte Kirche als eine „dem Einsturz nahe Bretterbude“.

Das Dach war mir Schindeln gedeckt und ließ überall Regen durch. Die Wände und Fensteröffnungen waren mit Brettern verschlagen, der Fußboden gestampfter Lehm.

Die Kirche hatte weder Chorraum noch Empore. Der leere Raum diente dem Totengräber zur Aufbewahrung seiner Werkzeuge und der Totenbahre.

 

Den Neubau in Angriff zu nehmen und durchzuführen - und damit der Gemeinde ein Zeichen der Hoffnung zu setzen - haben wir diesen beiden verdienstvollen Männern zu verdanken.

Im Frühjahr 1882 wurde „nach zweijähriger Verhandlung“ die alte Kirche weitgehend abgerissen und mit dem Neubau begonnen. 

Innerhalb eines dreiviertel Jahres war der Bau vollendet - für damalige Verhältnisse eine großartige Leistung.

KIRCHWEIHE 1882

 

Am Zweiten Advent - 10. Dezember - 1882 wurde die Talkirche eingeweiht.

Auf ausdrücklichen Wunsch der Gemeinde wurde die aus dem Jahr 1712 stammende Kanzel mit den Palmen und der Altaraufbau mit dem geschnitzten Monogramm Jesu in der erneuerten Talkirche belassen. 

Nach mündlicher Überlieferung soll diese etwas eigenwillige Kanzel von einem Pfarrer in Auftrag gegeben worden sein, der einige Zeit als Missionar in Afrika gewirkt hatte.

Eine kleine - 1661 von Jakob König gestiftete - Glocke rief die Gemeinde und die Gäste bis 1976 zum evangelischen Gottesdienst. Diese Glocke läutet jetzt - seit Dezember 1986 - vom Albert-Schweitzer-Gemeindehaus in Köditz und ruft dort die Gemeinde zusammen.

 

Neuer Kirchturm

 

Da der kleine Turm auf dem Dach der Talkirche baufällig wurde, musste er 1973 aus Sicherheitsgründen abgetragen werden.

Ein neuer Kirchturm konnte Dank vieler Spenden von Gemeindegliedern und Gästen sowie vieler unentgeltlicher Arbeitsleistungen bis 1976 erbaut werden. Neben einer geräumigen Glockenstube für ein neues Geläut entstand auch ein kleiner Unterrichtsraum im Kirchturm.

 

Neue Glocken

 

Vier neue Bronzeglocken konnten 1976 - wiederum Dank vieler Spenden - angeschafft werden. Die Glockenweihe und die Einweihung des neuen Turmes erfolgte am 24. Oktober 1976 unter großer Beteiligung der Gemeinde und der Nachbargemeinden.

Kirchenschiff Talkirche Schwarzburg.jpg
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NEUE ORGEL

 

Seit Einbau der elektrischen Plattenheizung in die Kirchenbänke 1968 werden auch im Winter die Gottesdienste in der Kirche gefeiert.

Die aus dem Jahr 1882 stammende Orgel der Firma Eifert, Stadtilm wurde 1982 durch eine neue Orgel der Firma Schönefeldaus Stadtilm ersetzt. Am 23. Mai 1982 fand die Orgelweihe statt. Die Orgelempore musste einige Meter vorgezogen werden.

Die notwendigen Arbeiten besorgte der Tischlermeister Werner Keller aus Schwarzburg.

 

Seit dem Abriss der Schlosskirche 1939/40 ist die Talkirche nun das einzige Gotteshaus in Schwarzburg. Es wird von der kleinen evangelischen Gemeinde genutzt und erhalten. 

 

Von Unterweißbach nach Allendorf zurück

 

Nach dem Abriss der Schlosskirche und dem Bau einer eigenen Kirche in Sitzendorf 1932 wurde Schwarzburg 1935 von Unterweißbach abgetrennt und kam zur ehemaligen Muttergemeinde Allendorf zurück.

 

Der frühere Friedhof um die Talkirche wurde in den 1970er Jahren aufgelöst. 1976 wurde zur großen Freude der Schwarzburger und ihrer Gäste die bestehende Anlage um die Talkirche herum durch die Kommune gestaltet.

GENERALSANIERUNG

 

Der Zahn der Zeit, die Witterung sowie ein großes Hochwasser im April 1994 hatten die Talkirche stark beschädigt, sodass umfangreiche Sanierungsarbeiten notwendig wurden.

Nach ausführlichen Vorarbeiten begann die Sanierung im Rahmen eines Städtebauförderungsprogrammes im Herbst 2006, gerade im Zeitraum einer Vakanzvertretung.

Aus finanziellen Gründen mussten die Maßnahmen in drei Jahresscheiben aufgeteilt werden (2006 bis 2009).

Die Kirchengemeinde musste für den Eigenanteil an den Baukosten einen Kredit in Höhe von 50.000 € aufnehmen. 

Dieser deckte jedoch nicht einmal die Hälfte des Eigenanteiles, zumal die Kommune Schwarzburg keine Mittel zur Verfügung stellen konnte. Insgesamt hat die Sanierung der Talkirche Schwarzburg mehr als 300.000 € gekostet.

Holzbalken wurden ausgewechselt, Ausfachungen erneuert, Dach- und Fassadenarbeiten durchgeführt, Fenster repariert, Elektrik und Fußboden erneuert. 

Im Herbst 2008 konnte die erneuerte Turmzier mit der Dokumentensammlung aufgesetzt werden.

Die Talkirche Schwarzburg ist seit 2011 Radwegekirche am Schwarzatal-Radweg. In den Sommermonaten ist sie für Besucher verlässlich geöffnet.

 

Von Allendorf zu Döschnitz

 

Seit März 2017 - nach Aufhebung des Pfarramtes Allendorf - gehört die Kirchengemeinde Schwarzburg zum Kirchspiel Döschnitz-Lichte. Von Döschnitz aus geschieht die geistliche Versorgung Schwarzburgs.

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GEMEINDEKIRCHENRAT

SCHWARZBURG

  • Waldemar Böttner

  • Benno Keller

       (stellv. Vorsitzende,

       ehrenamtlicher Organist SB)

  • Simon Kress

  • Beate Löffler

  • Beate Nordhaus

  • Beatrice Nordhaus

  • Isabell Schindler

       (Kirchrechnungsführerin SB)

  • Sabine Schönberger

  • Pfarrer Gerd Fröbel

       (Vorsitzender)

  • Pastorin Esther Fröbel

       (beratendes Mitglied)

BANKVERBINDUNG

Kirchengemeinde Schwarzburg

IBAN DE04 8305 0303 0011 0227 01

BIC HELADEF1SAR

ÜBER UNS

Kirchspiel Döschnitz

mit den Kirchengemeinden

Döschnitz, Meura, Sitzendorf, Unterweißbach, Schwarzburg, Lichte-Wallendorf, Piesau und Schmiedefeld

ADRESSE

Evang.-Luth. Pfarramt Döschnitz

 

Ortsstraße 51
07429 Döschnitz

036730 2 25 05

kirchspiel-doeschnitz@macbay.de

MONATSSPRUCH

März

Jesus antwortete: Ich sage euch: Wenn diese schweigen werden, so werden die Steine schreien.

Lukas 19, 40

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Orgel Döschnitz